Eugen-Bolz-Str.22, 88074 Brochenzell

Chronik-Hauptverein

Chronik des VfL Brochenzells

Bereits im Jahre 1950 entwickelte sich bei der Kath. Jugend in Brochenzell eine, der Deutschen Jugendkraft (DJK) angeschlossene Sportgruppe. Da durch den Zuzug von Heimatvertriebenen und Flüchtlingen der Anteil der „Evangelischen“ zunahm und auch immer mehr Erwachsene Sport treiben wollten, wurde der Wunsch nach einem Sportverein immer größer. Deshalb wurde auf den 26. Juli 1952 eine Bürgerversammlung einberufen. Diese wurde von H.H. Pfarrer Karl Heda um 20.30 Uhr im „Wirtshaus Schloss“ eröffnet und auch geleitet. Nachdem alle Anwesenden einstimmig die Gründung eines Sportvereins beschlossen hatten, einigte man sich auf den Namen Verein für Leibesübungen (VfL). Dann stellte Pfarrer Heda die Satzung vor. Darin wurde auch festgelegt, dass der VfL Brochenzell dem WLSB, dem WFV und dem DJK – Sportverband angehören muss. Die Vereinssatzung wurde einstimmig angenommen. Dann wählten 40 Mitglieder folgende Vorstandschaft:

1. Vorsitzender Josef Sorg, Revierförster 2. Vorsitzender Hans Schiele sen., Bäckermeister 3. Vorsitzender Franz Stotz, Landwirt Schriftführer Erwin Deiss, Dreher Kassier Max Dirlewanger, Angestellter Beisitzer Matthäus Wiker, Sägemeister Beisitzer Eugen Moser, Malermeister  
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Chronik geschrieben von Rudi Gebhard

Als geistlicher Beirat wurde Pfarrer Heda von Amtswegen stimmberechtigtes Vorstandsmitglied. Diese Position galt für alle zukünftigen Ortsgeistlichen von Brochenzell. Die Wahlen wurden geheim durchgeführt. Geplant waren die Sportarten Fußball, Leichtathletik und Handball.

Die Abt. Fußball wurde sofort aktiv, bei der Leichtathletik dauerte es noch ein Jahr bis zur offiziellen Gründung. Die Handballfreunde fanden dagegen nicht genügend Aktive.

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Chronik geschrieben von Rudi Gebhard

Das erste Jahr war sehr hart. Am 15. August 1953 fand dann die außerordentliche Generalversammlung statt. Sie wurde vom 2. Vorsitzenden eröffnet, der auch den Tätigkeitsbericht abgab. Spielleiter Beetz gab einen Bericht über die Abt. Fußball für die Saison 1952/53 ab. Der wichtigste Punkt waren die Neuwahlen, die von Siegfried Weisshaar mit viel Geschick geleitet wurden. Die geheime Wahl brachte folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Ivo Hermann, 2. Vorsitzender Hans Schiele sen., 3. Vorsitzender Gebhard Riegger jun., Schriftführer Alois Bucher, Kassier Matthäus Wiker, Beisitzer Otmar Locher und Karl König. Als Spielausschussvorsitzender wurde Siegfried Weisshaar einstimmig gewählt.

Der Pachtvertrag für das Sportgelände trat in Kraft und Pfarrer Heda versprach, sich in Rottenburg für eine Verbesserung der Bedingungen, vor allem für eine längere Laufzeit einzusetzen. Für den Verein wirkte es sich positiv aus, dass die bei der JHV gewählte Vorstandschaft bis auf die Beisitzer bis zum 18.01.1959 unverändert zum Wohle des Vereins amtierte.

Nach dieser JHV wurde die Vereinssatzung überarbeitet und neu beschlossen. Die Eintragung ins Vereinsregister erfolgte am 17.05.55 unter Nr. 113. Am 18.01.59 wurde fast die gesamte Vorstandschaft von jüngeren Kräften abgelöst. Die Führung sah danach wie folgt aus: 1. Vorstand Gebhard Riegger, 2. Vors. Siegfried Weisshaar, 3. Vors. Gustl Müller, Kassier Oskar Weißhaupt, Schriftführer Fritz Beetz, Beisitzer Willi Keller und Eugen Kronenberger. Diese Vorstandschaft blieb 3 Jahre im Amt, danach gab es einen häufigeren Wechsel. Der 1. Vors. Gebhard Riegger blieb allerdings seinem schweren Amt bis 1969 treu. Von 1969 – 1972 war Hans Ehrat 1. Vors. Am 26.02.72 wurde Willi Moll zum Häuptling gewählt und blieb dies bis 1984. 2. Vorst. bis 1988 Rudi Gebhard. Von 84 – 88 übernahm Hans Ehrat wieder den Vorsitz. Von 1988 bis 2003 lenkten Karl Schraivogel und Michael Masuch die Geschicke des VfL. Dann gab es wieder einen Generationswechsel. Andreas Ritter und Rudolf Rädler führten den VfL bis Oktober 2017 erfolgreich weiter. Petra Spornik übernahm als erste Frau im Oktober 2017 das Amt der 1.Vorsitzenden, Rudolf Rädler bleibt 2.Vorsitzender, so wie Walter Baumann weiterhin als Hauptkassier von der Versammlung gewählt wurde. Auch neu im Vorstandsgremium ist Sascha Keck, der in das Amt des Schriftführers für Petra Spornik gewählt wurde. Zu jeder Zeit gab es außer den bereits genannten noch viele weitere Idealisten, die sich um den Verein verdient gemacht haben. Alle Namentlich aufzuführen, würde den Rahmen sprengen.

Der VfL Brochenzell war von Anfang an bemüht, nicht nur durch sportliche Aktivitäten zu glänzen, sondern auch für die ganze Bevölkerung Veranstaltungen durchzuführen. In den Anfängen waren es Theater- und Bürgerabende, in der Fasnet Sportlerbälle und dann 20 Jahre lang dreitägige Sportfeste mit Zeltbetrieb. Bei jedem Sportfest gab es einen besonderen Höhepunkt. Einmal war z.B. der koreanische Teakwando-Weltmeister Wang mit seiner Gruppe auf dem Podium und unvergesslich sicher der Auftritt der jungen Klostertaler anlässlich des 40-jährigen Bestehens.1996 fand das letzte Zeltfest statt, danach entschloss man sich, in der Humpishalle ein Frühlings- und ein Herbstfest als Abendveranstaltungen durchzuführen und lag damit bis auf einmal immer richtig. Das Maibaumstellen wird mit der Musikkapelle Brochenzell schon 20 Jahre als Gemeinschaftsveranstaltung durchgeführt. Der Kindergarten und die Grundschule beteiligen sich dabei im jährlichen Wechsel. Bei den Ferienspielen der Gemeinde war der VfL mit Fußballtrimmspielen immer guter Gastgeber. Seit 16 Jahren findet nun jährlich ein Elfmeterturnier statt, das mit 30 Mannschaften großen Anklang findet.

Quelle: Armin Ehrat

Die Meistermannschaft der Aktiven II 1968/69


VfL Jugend beim 25-jährigen Vereinsjubiläumsturnier 1977

Hinten links: Ralf Moser, Hubert Ehrat, Hans Ehrat, Ernst Laitenberger, Thomas Rohloff, Roland Wirsum, Rudi Rädler, Claudio Rauseo, Werner Weishaupt
Vorne: Peter Strassner, Joachim Strassner, Thomas Pihlar, Michael Strassner, Berthold Frei, Karl-Heinz Gebhard, Alexnder Wingler